Viren & Sicherheit
Werkstatt-Wissen · 1.wien
Ransomware: Wenn Erpresser Ihre Dateien verschlüsseln
Alle Dateien plötzlich unlesbar, dazu eine Lösegeldforderung. Was jetzt zählt, warum Zahlen selten hilft und welche Chancen auf Wiederherstellung bestehen.
Ransomware ist die brutalste Form von Schadsoftware: Sie verschlüsselt Ihre Dateien und verlangt Geld für den Schlüssel. Fotos, Dokumente, Buchhaltung — alles da, aber unlesbar.
Die ersten Schritte
Rechner sofort vom Netzwerk trennen — bei mehreren Geräten im Haushalt oder Betrieb verhindert das die Ausbreitung. Externe Festplatten und USB-Sticks abstecken, falls sie noch angeschlossen sind. Und: nichts löschen und nichts überschreiben, auch nicht die Erpresser-Datei; sie hilft bei der Identifikation der Variante.
Zahlen? In aller Regel nein
Es gibt keine Garantie für einen funktionierenden Schlüssel, Sie finanzieren organisierte Kriminalität, und bezahlte Opfer werden erfahrungsgemäß erneut angegriffen. Ausnahmen gibt es — bei existenzbedrohendem Datenverlust ohne Backup — aber das ist eine Entscheidung, die man nicht in Panik trifft.
Welche Chancen bestehen
Erstens Backups: Wenn eine Sicherung existiert, die nicht am selben Gerät hing, ist der Fall lösbar — System neu, Daten zurück. Zweitens Schattenkopien: Manche Varianten löschen sie nicht vollständig. Drittens öffentliche Entschlüsselungswerkzeuge: Für ältere und geknackte Varianten gibt es kostenlose Tools von Sicherheitsfirmen und dem Projekt No More Ransom. Welche Variante Sie erwischt hat, lässt sich meist anhand der Dateiendung und der Erpressernachricht bestimmen.
Danach: die Lehre daraus
Die einzige wirklich verlässliche Antwort auf Ransomware ist eine Sicherung, die nicht dauerhaft mit dem Rechner verbunden ist — externe Platte, die nur zum Sichern angesteckt wird, oder Cloud-Sicherung mit Versionierung. Das richten wir gern gemeinsam ein; Details unter Netzwerk & Datensicherung. Bei betrieblichen Fällen kommt die Meldepflicht nach DSGVO ins Spiel — auch dazu beraten wir.
Wir helfen sofort
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