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Werkstatt-Wissen · 1.wien

Windows „Mail und Kalender“ sendet nichts mehr: was jetzt zu tun ist

Wenn die eingebaute Windows-App „Mail und Kalender“ keine Nachrichten mehr sendet oder empfängt, ist nichts kaputt. Die App wurde abgeschaltet — und keine Einstellung der Welt bringt sie zurück.

Was genau passiert ist

Microsoft hat den Support für Windows Mail, Kalender und Personen mit 31. Dezember 2024 beendet. Seither können die Apps keine E-Mails mehr senden und empfangen. Sie sind auch nicht mehr über den Microsoft Store zu beziehen; wer versucht, ein Konto neu einzurichten, bekommt eine Fehlermeldung.

Das ist wichtig zu wissen, weil viele Leute stundenlang Serverdaten prüfen, Passwörter zurücksetzen und Konten neu anlegen — in einer App, die grundsätzlich nicht mehr funktionieren kann. Wenn Sie diese App verwenden, ist jede weitere Fehlersuche dort vergeblich.

Woran Sie erkennen, dass Sie betroffen sind

Es geht um die schlichte App mit dem Namen Mail beziehungsweise Mail und Kalender, die früher bei Windows 10 und Windows 11 dabei war — mit blauem Briefumschlag-Symbol. Nicht gemeint sind das klassische Outlook aus Microsoft 365, das neue Outlook oder andere Programme wie Thunderbird.

Ihre drei Möglichkeiten

Erstens: das neue Outlook. Microsoft empfiehlt den Umstieg auf das neue Outlook für Windows oder auf Outlook.com. In vielen Fällen bietet die alte App selbst beim Öffnen an, direkt dorthin zu wechseln. Der Weg ist der bequemste, weil Konten und Ordnerstruktur weitgehend übernommen werden.

Zweitens: ein anderes Programm. Wer lieber unabhängig bleibt, richtet das Konto in einem anderen aktuellen E-Mail-Programm ein. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie mehrere Adressen von verschiedenen Anbietern verwalten.

Drittens: gar kein Programm. Für viele Privathaushalte ist das Webmail des Anbieters im Browser die einfachste und wartungsärmste Lösung — nichts einzurichten, nichts zu aktualisieren, überall gleich. Wenn Sie ohnehin nur eine Adresse haben und an einem Gerät arbeiten, ist das die ehrlichste Empfehlung.

Was mit den alten Nachrichten passiert

Das ist der Punkt, an dem Sorgfalt zählt. Nachrichten, Termine und Kontakte, die lokal in der alten App gespeichert sind, lassen sich exportieren und in das neue Outlook übernehmen — dafür gibt es einen dokumentierten Weg von Microsoft.

Wenn Ihr Konto über IMAP eingerichtet war, liegen die Nachrichten ohnehin am Server und tauchen im neuen Programm einfach wieder auf. War es POP3, kann es sein, dass die Nachrichten nur lokal existieren — dann müssen sie vor jeder Neuinstallation gesichert werden. Was dabei zu beachten ist, steht in unserer Anleitung zur Datensicherung und in der Backup-Checkliste zum Herunterladen.

Die Serverdaten für den Umzug

Beim Einrichten im neuen Programm brauchen Sie vier Angaben: Posteingangsserver, Postausgangsserver, Ports und Verschlüsselung. Nehmen Sie IMAP statt POP3, damit Handy und Computer denselben Stand zeigen, und achten Sie darauf, dass beim Postausgangsserver die Authentifizierung eingeschaltet ist. Als Benutzername gilt die vollständige E-Mail-Adresse.

Für A1 sind die Werte offiziell dokumentiert und stehen in unserem Artikel A1-E-Mail geht nicht. Bei Magenta unterscheiden sie sich je nach Art des Postfachs — warum das so ist und wo Sie die richtigen Werte finden. Allgemein erklärt: unsere Anleitung zum Einrichten von E-Mail-Konten.

Wenn Sie es nicht selbst machen wollen

Der Umstieg ist genau die Art von Aufgabe, die per Fernwartung in einer Viertelstunde erledigt ist und allein schnell einen halben Abend kostet: Daten sichern, neues Programm einrichten, Konten verbinden, Ordner prüfen, alte App entfernen. Wir machen das per RS1-Fernwartung — die Diagnose ist gratis, danach wird minutengenau abgerechnet. Wenn Sie lieber jemanden im Haus haben: Termin vor Ort in allen 23 Bezirken.

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